Gehalten von achtsamer Präsenz

»Manchmal brauchen wir einen geschützten Rahmen und absolute Präsenz eines anderen, um – so gehalten – in die Tiefen des eigenen Wesens und Wissens schauen zu können.«



Präsenz bedeutet Stille und tiefste Verbundenheit mit sich selbst und der Welt. Die Session lebt in erster Linie nicht davon, was ich tu, sondern davon, wie ich mit dem anderen bin. Mit den Berührungen meiner Hände entsteht Kontakt. Ich berühre mit meinem ganzen Wesen, wissend, dass auch Du mich berührst – und zwar an einer sehr offenen, verletzlichen Stelle – an meinen weichen, geöffneten Händen.


Mit ihnen lausche ich in den Körper hinein. Spüre nach: Wo ist Enge? Wo ist Leere? Wo ist Fülle? An welcher Stelle kann ich berühren? Und welche Stelle ist fest und verschlossen?
Ich finde, spüre nach, halte und taste durch alle Schichten der Verspannung hindurch bis zur untersten Schicht, bis zu jenem Teil von Dir, der sich hinter all Deinen Vorstellungen, Urteilen und Meinungen über Dich selbst verbirgt – Dein frei fließendes, dynamisches, lebendiges Selbst.

Mit meiner Präsenz halte ich für Dich den Raum, damit Du genug Raum für Dich selbst findest.

Meine Hände sagen Dir: »Ich bin da. Ich gebe Halt, damit Du Dich dem Fluss deiner Empfindungen ganz hingeben kannst.« Sie laden ein Dich zu öffnen, von innen her zu weiten, sodass Du Dich selbst leben lassen kannst.


So bin ich in Kontakt, und so kann die Begegnung wachsen, zu einem Miteinandergehen eines Weges werden. So kann auch in Dir das Vertrauen wachsen, Berührung anzunehmen, den Schutzpanzer weich werden zu lassen, den Du um Deine Verletzlichkeit herum gebaut hast. Und je weiter Du Dich anvertraust, je mehr kann Erstarrtes sich lösen, Hartes weich werden, Verschlossenes sich öffnen, und Zugang gefunden werden zu mehr Raum zum Atmen, für Freude, für Freiheit.

 

Berührungen, die nichts fordern und nichts erreichen wollen, führen dich tief zu dir selbst. Dabei arbeite ich nur so tief, wie Du es mir erlaubst, im Bewusstsein, dass es gute Gründe gibt, wenn Du Dich meinen Berührungen verschließt. Alles hat seine Zeit. Und Vertrauen braucht Zeit, um zu wachsen.